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Die Bedeutung des Weines in der Religion

August 24th, 2011 · Keine Kommentare

In der christlichen Religion hielt der Wein einen hohen Stellenwert inne. Mehrere Belege deuten auf die Bedeutsamkeit des gegorenen Traubensaftes hin. Auch in den jüdischen und islamischen Traditionen spiegelt sich die Rolle des Weines wieder.

Neben der Bedeutung als Getränk für Feste und Gesellschaften, gelangte der Wein auch in die Kirchen und Messen der Christen. Von jeder Bürgerschicht wurde er verzehrt und als religiöses Getränk verehrt. Die Verbindung zu Gott wird durch den Vergleich mit der Blutsymbolik des Weines hergestellt. Bei christlichen Messen erhalten Gläubige einen Schluck vom Messwein, um dem Opfer Jesu zu gedenken.

Das Judentum und der Islam verleihen dem Wein in ihren Gesetzen einen unterschiedlichen Wert. So beginnt der jüdische Sabbat mit einem Gebet, das der Herr des Hauses über einem Glas Wein spricht. Das geschieht im Hinblick auf die Stelle der Bibel, in der Jesus auf der Hochzeit von Kanaan Wasser in Wein verwandelte. Das Glas wird anschließend an die übrigen Mitglieder der Familie weitergereicht, sodass sie davon trinken können. Der jüdische Wein muss koscher sein. Um den koscheren Wein zu produzieren, sind drei Schritte nötig. Die Einhaltung dieser Grundregeln ist im jüdischen Glauben essentiell. So darf der Wein keine verbotenen Zusätze enthalten wie Fette, Vitamine oder Konservierungsstoffe, die von Tieren stammen. Darüber hinaus dürfen keine Gärungsstoffe in den Wein gelangen. Auch ist der Genuss des reinen Tropfens ausschließlich Anhängern des jüdischen Glaubens vorbehalten. Schon allein die Berührung des Bechers durch einen Nichtgläubigen macht den Wein unrein.

Im Islam hingegen galt der Wein ursprünglich als Tabu. Wein gehörte hier wie Schweinefleisch zu den unkoscheren Lebensmitteln. Diese Haltung verlor im Laufe der Jahrhunderte jedoch an Gewicht. Heute zählt Wein nicht mehr zu den unreinen Lebensmitteln und der Verzicht auf ihn wird nur noch als Empfehlung des Koran gesehen.

Bildquellenangabe: roberta M / pixelio.de

Tags: Hintergründe

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