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Sekt & Prosecco: Wo liegen die Unterschiede?

Oktober 9th, 2011 · Keine Kommentare

Menschen mit einem weniger sensiblen Gaumen gehen fälschlicherweise davon aus, dass Sekt und Prosecco ein und dasselbe Getränk sind. Obendrein machen seltsame Erklärungsversuche im Internet die Runde, die nur noch mehr Verwirrung stiften. Dabei ist der Unterschied recht einfach erklärt. Während Sekt, auch Schaumwein genannt, durch reine Flaschengärung zum Perlen gebracht wird, erhält Prosecco sein Prickeln per Zusatz von Kohlensäure. Was auch der Grund ist, weshalb Sekt intensiver bzw. länger prickelt und schäumt. Wegen des künstlichen Verfahrens bei der Herstellung wurde Prosecco lange Zeit als billige “Sekt-Plörre” abgestempelt. Doch die Popularität dieses Perlweins spricht für den Geschmack dieses beliebten Getränks.

Prosecco, der seinen Erfolgszug einst in den Cafés und Bars in Venedig begann, hat seinen Namen der gleichnamigen italienischen Traubensorte zu verdanken. Ein Perlwein darf also nur diesen Namen tragen, wenn er auch wirklich aus Prosecco-Trauben hergestellt wurde. Der Boden, auf dem diese Traube gedeiht, wurde im Jahre 2009 offiziell zum geschützten Gebiet erklärt und die gesamte Region im Norden Italiens inoffiziell nach dem weißen Rebengold. Der Vorteil, den Prosecco gegenüber Sekt hat liegt auf der Hand. Aufgrund des Herstellungsprozederes glänzt er mit einer relativ milden Säure und weniger Kohlensäure, worüber sich die Magenschleimhaut des Menschen freut. Man kann also ohne Übertreibung behaupten, dass Prosecco etwas bekömmlicher ist, als Sekt.

Natürlich stellen sich Sekt-Liebhaber taub, wenn es um den Geschmack der neuen weißen Konkurrenz geht. Ihrer Meinung nach kann der Mode-Perlwein echtem Schampus nicht das Wasser reichen. Der Grund für diese Arroganz ist die Tatsache, dass Sekt als Veredelungsstufe des Weins gilt und langsam und traditionell in Flaschen heranreift und nicht in großen Tanks, wie Prosecco-Produkte. Außerdem werden für die Herstellung von Sekt nur Sektgrundweine verarbeitet, deren Trauben bereits vor der allgemeinen Traubenlese geerntet werden. Durch das vorzeitige Ernten ist die Traube noch säurehaltiger und verstärkt den Geschmack des daraus gewonnenen Sekts. Natürlich darf man auch nicht vergessen zu erwähnen, dass Sekt alkoholhaltiger ist, als Prosecco, was sich auch im Flaschenpreis widerspiegelt.

Übrigens: Prosecco wird nicht wie oft angenommen in Sektgläsern serviert, sondern in Weingläsern. Mittlerweile gibt es auch schon Prosecco-Gläser zu kaufen, die sich aber nicht wirklich von Weingläsern unterscheiden.

Tags: Sekt & Champagner

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