Renommierte Weinanbaugebiete finden sich weltweit. Besonders Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Chile, Südafrika und die USA sind für ihre vielfältigen Weine berühmt.
Italien gehört zu einem der wichtigsten Weinproduzenten Europas. Wichtige Rebsorten in Italien sind Montepulciano, Trebbiano und Sangiovese. Italien ist nicht nur für seine Rot-, sondern auch für seine Weißweine bekannt. Aus der italienischen Region Piemont kommen Rotweine mit sehr intensivem Aroma wie Barolo, Dolcetto oder Barbaresco. Die berühmteste Rotweinsorte aus der Toscana ist der Chianti. Aus Venetien kommen der frische weiße Soave und der spritzige Perlwein Prosecco.
Frankreichs Weine sind europa- und weltweit sehr beliebt. Sie überzeugen durch ihre hohe Qualität und Vielfalt. Besonders bekannt ist Frankreich für seine Bordeaux-Weine, für den Burgunder und natürlich für die Königsklasse der veredelten Weine: dem Champagner. Auch die international bekannten Rebsorten wie Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon werden hauptsächlich mit Frankreich als Anbaugebiet in Verbindung gebracht. Bei den in diesem Land produzierten Weinen überwiegen die roten Sorten. Der bekannte Bordeaux-Wein wird aus verschiedenen Rebsorten hergestellt. In dem Gebiet um Bordeaux wird allerdings ein erstklassiger Merlot gekeltert. Auch in der Region Burgund werden sortenreine Weiß- und Rotweine produziert. Schließlich ist die Region Champagne für seinen Qualitätsschaumwein bekannt, der allein den markenrechtlich geschützten Namen Champagner tragen darf.
Neben dem bekannten Weinlikör Sherry hat das Land Spanien eine große Auswahl an Weiß-, Rosé- und Rotweinen. Das kommt daher, dass Spanien über die größte Rebanbaufläche der Welt verfügt. Das Verhältnis von Weißwein- und Rotweinproduktion ist nahezu ausgeglichen. Der bekannteste Wein Spaniens ist der Rioja, der nach seinem Anbaugebiet benannt ist. Typischerweise ist er trocken und von dunkelroter Farbe. Für die Herstellung wird hauptsächlich die Rebsorte Tempranillo verwendet, deren Geschmacksnuancen von Kirschen, Trockenfrüchten, Beeren, Pflaumen über Tabak, Gewürze, Lakritze bis hin zu Schokolade reichen.
In Deutschland werden mehr Weiß- als Rotweine gekeltert. Deutschlands bekanntester Wein ist unumstritten der Riesling. Er wird hauptsächlich im Mosel- und Mittelrheintal angebaut. Er zeichnet sich durch sein fruchtiges Aroma, seinen Mineralreichtum und seine Leichtigkeit aus. Aber auch die roten Weine wie Spätburgunder und Schwarzriesling sind nicht nur in Deutschland sehr beliebt. Charakteristisch an den deutschen Weinen ist, dass sie meist sortenrein hergestellt werden. Verschnitte, also die Vermischung unterschiedlicher Rebsorten, gibt es seltener als in den anderen Ländern.
Doch nicht nur Europa ist bekannt für seine Weine. Zwar wurden die europäischen Rebsorten in Länder der anderen Kontinente importiert, jedoch unterscheiden sich die aus ihnen gekelterten Weine durch die verschiedenen Klima- und Bodenbedingungen von ihren Verwandten. So gibt es auch in Südamerika Rebsorten wie Merlot oder Cabernet Sauvignon. Typisch chilenisch ist die Weinsorte Carménère. Sie besitzt eine tiefrote Färbung und den herben Geschmack nach Schokolade-, Tabak- und Lederaromen.
Südafrika ist vor allem für seine ausgezeichneten Weißweine bekannt. Die häufigste Weißweinsorte ist der Chenin Blanc. Beliebt ist auch der rote südafrikanische Cabernet Sauvignon.
Der Weinbau in den USA findet vorrangig in Kalifornien statt. Dabei kommt der roten Rebsorte Zinfandel eine besondere Bedeutung zu. Ihr Aroma ist sehr charakteristisch und erinnert an Zimt, Nelken, Pfeffer und dunkle Waldfrüchte. Er wird sowohl für die Rotwein- als auch für die Weißweinherstellung verwendet.


